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13.05.2020 09:00

Zeitplan für die Marktraumumstellung von L-Gas auf H-Gas

Einige Netzbetreiber setzen die Umstellung Corona-bedingt vorübergehend aus
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© Mihai Simonia / Fotolia

Seit dem Jahr 2015 läuft in Deutschland die sogenannte Marktraumumstellung. Hierbei werden Gasnetz und Gasverbrauchsgeräte auf die Kompatibilität mit einer neuen Gasbeschaffenheit umgestellt. Nachdem weite Teile Deutschlands bisher mit niederkalorischem Gas (L-Gas) aus deutschen und niederländischen Vorkommen versorgt wurden, geht die Förderung aus diesen Quellen zurück. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll ab dem 1. Oktober 2029 kein L-Gas mehr fließen. Die Umstellung erfolgt auf hochkalorisches Gas (H-Gas). Dieses stammt überwiegend aus Norwegen, Russland und Großbritannien.

In einer Pressemitteilung haben Bundesnetzagentur und Bundeswirtschaftsministerium sich dahingehend geäußert, dass das vorläufige Absehen weiterer Anpassungsarbeiten aus Sicht des Bundes verständlich sei. Die gesetzliche Verantwortung für die Marktraumumstellung liege aber bei den Netzbetreibern. Sie entscheiden, ob eine Verschiebung der Umstellmaßnahmen angezeigt ist. Da die Umstellung der Verbrauchsgeräte durch Monteure bei den Haushalts-, Gewerbe- oder Industriekunden vor Ort durchgeführt werden muss, können Corona-bedingt Verzögerungen auftreten. Zwar wird die Situation von den Netzbetreibern abhängig von der jeweiligen Region in Deutschland unterschiedlich eingeschätzt. Teilweise halten sie es noch für möglich und vertretbar, neue Anpassungen einzuleiten. Es gibt aber auch Gegenden, in denen die Anpassungsarbeiten aufgrund der Einschränkungen des täglichen Lebens jedenfalls derzeit nicht möglich sind. In diesen Gegenden haben Netzbetreiber angekündigt von weiteren Maßnahmen und Vorort-Terminen vorerst absehen zu wollen.

In jedem Fall müsse laut Bundesnetzagentur und Bundeswirtschaftsministerium aber sichergestellt werden, dass einmal begonnene Umstellungen geordnet zu Ende gebracht werden, um eine sichere Versorgung der Endkunden mit Gas zu jeder Zeit zu gewährleisten. Zu der Pressemitteilung von BNetzA und BMWi gelangen Sie hier.

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